1. Was ist Changemanagement und wozu?

(alias Change Management, Veränderungsmanagement, Organizational Change, Business Transformation, etc.)

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“
(Heraklit von Ephesus, 535-475 v. Chr.)

Heutzutage – aktueller und mehr denn je – gilt diese alte Aussage und in immer schnelleren Zyklen, insbesondere für Unternehmen und Institutionen.

Beispiele hierfür sind:

  • Globalisierung
  • Klimawandel
  • Digitalisierung
  • und jüngst die Corona-Krise

Auslöser von Veränderungsbedarf

Solche externen Auslöser von Veränderungsbedarf begründen sich meist im Wandel von:

  1. Sozialem (z. B. Soziodemografie, „Baby-Boomers gehen in Massen in Rente mitfolge Fachkräftemangel)
  2. Gesamtwirtschaftlichem (z. B. wachsende Konkurenz durch Globalisierung, Konjunkturenticklung)
  3. Technogischem (z. B. Digitalisierung, Innovationen wie das Smartphone)
  4. Politik (z. B. Gesetzesänderungen, Machtwechsel)
  5. Ökologischem (z. B. Klimawandel, Rohstoffknappheit)
  6. Institutionellem (z. B. Ausbildung von Fachkräften und Studienabgängern)
 

Studien und Umfragen

 

Studien und Umfragen von Hochschule und Universitäten in hunderten Unternehmen zeigen deutlich, dass der Veränderungsdruck wächst und es dringend notwendig ist Änderungsprozesse jetzt durchzuführen.

Nahezu 95% von befragten Unternehmer:innen bestätigten dies!

Studien von Universitäten und Hochschulen, z. B. des Internationalen Instituts für Lernende Organisation und Innovation (ILOI) in Zusammenarbeit mit der Hochschule St. Gallen verdeutlichen:

 

  • 40 % befragter Unternehmen konten nicht einmal 60 % ihrer Ziele umsetzen
  • 51 % der Befragten scheiterten an Widerständen im mittleren Management
  • 48 % aus Zeitmangel.
  • 67 % der Unternehmen begründeten Veränderungsbedarf in zu hohen Prozesskosten
  • 53 % in zu hohen Durchlaufzeiten
  • 49 % zu geringer Identifikation der Mitarbeiter:innen mit dem Unternehmen selbst
  • 45 % sogar in zu hohen Fehlzeiten und Krankenstände.

Darüber hinaus ergaben weitere europaweite Untersuchungen unter ca. 600 Managern der Top- und mittleren Führungsebene, die vom Management Centre Europe (MCE) in Brüssel veröffentlicht wurde:

  • 85 % aus dem europäischen Handel nannten als Hauptgrund für Veränderungsbedarf Kundenwünsche
  • 82 % Kostendruck
  • 77 % Wettbewerbsdruck
  • 27 % Wunsch der Mitarbeiter nach Veränderung

Positiv zu erwähnen ist:

  • erfolgreiche Changemanagement Projekte konnten die Kosten um ca. 25 % senken und eine Zeiteinsparung von ca. 16 %.
  • 74 % besätigten, dass der Einsatz spezialisierter (externer) Berater:innen die Erfolgschancen von Veränderungsprojekten deutlich erhöhten


Insofern amortisiert sich die Investition in externe Changemanger:innen binnen kurzer Zeit.

Offensichtlich sind also Veränderungen meist dringend bis unausweichlich. Und genau hier kommt Changemanagement ins Spiel. Also die professionelle Begleitung von Veränderungen im Unternehmen mithilfe spezieller Methoden und Managementtechniken.

Über viele Jahre Erfahrung hat sich herauskristallisiert, dass sich das Hauptaugenmerk auf die betroffenen Menschen richtet, also die Mitarbeiter:innen im Unternehmen.
Jeder Mensch hat eigene Bedürfnisse und Interessen.
Diese gehen allerdings nicht immer konform mit der Unternehmensorganisation und -zielrichtung. Somit sind die Mitarbeiter:innen meist „das Zünglein an der Waage“ für ein erfolgreiches Change Projekt.

Deshalb ist ein Veränderungsprojekt kein rein mechanischer Prozess, sondern bedarf der aktiven Anteilnahme und Unterstützung der Mitarbeiter:innen.

Beim Changemanagement geht es um die professionelle und optimale Gestaltung und Steuerung des Wegs zum Ziel unter fokussierter Berücksichtigung des Faktor Mensch.
Hier grenzt sich Changemanagement auch von der strategischen Unternehmensführung.

Changemangement konzentriert sich nicht ausschließlich auf kompletten Unternehmenswandel, sondern auch auf Einzelprojekte im Großen und Kleinen und grenzt sich somit vom Unternehmenswandel ab.

Um Beispiele von Veränderungsprojekten zu veranschaulichen seien genannt:

  • Reorganisation und Neuausrichtung
  • Übernahme und Integration anderer Unternehmen (M&A)
  • Outsouring und Insourcing von Organisationseinheiten
  • Einführung neuer Technologien und Prozessen
  • Anpassung an neue Gesetze (CO2, DSGVO)
  • etc.


Im komplexen Gefüge
eines Unternehmens werden hier möglichst sämtliche Ansatzpunkte betrachtet wie:

  • Menschen (Fähigkeiten, Rollen)
  • Kultur (Werte & Normen, Axiome, Hierarchie)
  • Struktur (Aufbau-/Ablauforganisation, Ressourcen, Technologien)

„Der Fisch stinkt (immer) vom Kopfe her“

wird gerne rezitiert.

Etwas positiver ausgedrückt:

Changemanagement beginnt
immer beim Topmanagement von Unternehmen.
Nur wenn dort Übereinstimmung und Rückhalt bestehen sind die Chancen für höchstmöglichen Erfolg gewährleistet.
Danach müssen das Mittlere Management und etwaige Projektleiter an Bord geholt werden, bevor es die Mitarbeiter zu überzeugen gilt.


Sie wissen, dass es bei Ihnen Verängerungsvorhaben anzupacken gäbe?

Zögern Sie nicht!


Erinnern Sie sich an
die oben genannten Geschäftsvorteile und gestalten Sie Ihr Unternehmen jetzt mithilfe von Changemanagement proaktiv zukunftsfähig.